Samstag, 9. Juli 2011

Gehen wir ans Oberflächliche...




Tag 161: Abgesehen davon, dass ich ja in Überfülle leben will, will ich ja auch noch einen ganz bestimmten Mann, der gestern mit Geschenken und Blumen vor meiner Wohnungstür stand!:-)

Ich hatte alles schön sauber und ordentlich gemacht und mich selbst zudem auch sehr ansprechend hergerichtet. Weil das Wetter mitspielte, hatte ich einen Rock angezogen und dazu Riemchensandalen, die ich eigentlich für den Abiball gekauft hatte, dort aber nicht angezogen hatte, sondern auf andere Schuhe zurück gegriffen hatte, die besser zum Kleid passten.

Ich hatte mich sehr auf seinen Besuch gefreut und während der Arbeit bereits rumfantasiert…

Und dann musste ich mal wieder feststellen, dass immer, wenn ich besonders attraktiv bin, unsere Gespräche besonders schlecht sind! Das ist schon seit 7 Jahren so.

Was ich mich aber frage ist, ob es damit zusammen hängt, dass ich mich absichtlich schick mache um ihm zu gefallen, oder ob es eher damit zu tun hat, dass er sich nicht mehr auf Gespräche konzentrieren kann, wenn ich einen kurzen Rock anhabe!...

Er hat mir, nichts desto trotz, ein Kompliment für meine Schuhe gemacht!

Auch meine Vorgesetzt hat angemerkt, dass ich besonders gut aussähe, worauf ich geantwortet habe, dass ich ja auch ein Date hätte. Darauf sie: „Können Sie das nicht jeden Tag habe?“

Ups….offensichtlich ist geschäftsmäßige Kleidung auch in einem Kindergartengroßhandel eher angebracht, als Alltagskleidung.

Muss ich jetzt also wirklich hingehen und mehr auf meine Klamotten achten, damit mein Joggingfreund sich daran gewöhnen kann, bzw. ich nicht mehr ausstrahle, dass ich ihn beeidrucken will? Und damit auch meine Vorgesetzte zufriedener ist?

Ich bin zu geizig meine gesamte Garderode zu ersetzen, was aber eigentlich notwendig ist, da ich das ganze Jahr noch keine Klamotten gekauft habe….Und außerdem wird mir alles zu locker, weil ich ausversehen abnehmen…Naja, ich habe mir auch an jedem Bikiniwerbeplakat gesagt, dass da mein Körper ist!;-))))

Also, liebes Universum, ich wünsche mir neue, schicke Klamotten und zwar pronto!!!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Selbstvorwürfe...




Tag 160: Ich stehe also gestern vorm Geldautomaten, von dem ich Geld abheben wollte, weil ich mich bei meinem Joggingfreund für seine vielen Esseneinladungen mit einem Kaffee revanchieren wollte und musste. Meine Gage vom Vortag hatte ich eingezahlt, also war Geld verfügbar. Ich gebe also die Geheimzahl ein, der Geldautomat arbeitet und sagt mir dann plötzlich: „Diese Funktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung“!

Mein Herz sinkt in die Hose. Genau das hat der Geldautomat auch die letzten beiden Male gesagt, als eine Pfändung auf meinem Konto war. Oh Gott!!! Was war denn jetzt schon wieder passiert? Ich ging in meinen Kopf alles durch, was ich an Verbindlichkeiten noch irgendwie haben könnte, und fange vor allem an zu fantasieren, wie ich mich mit meinem Joggingfreund treffen würde, nur um ihm dann zu sagen, dass ich schon wieder kein Geld hätte.

Ich schwinge mich auf mein Fahrrad radele in die Innenstadt, überlege weiter was ich wohl falsch gemacht haben könnte, und komme irgendwann auf die Idee, dass nicht vielleicht ich etwas falsch gemacht habe, sondern, dass der Geldautomat evtl. kein Geld hatte.

Es war sauschwer sich da rein zu denken, denn was ich gewohnt bin ist, dass immer alles mein Fehler ist. Der Gedanke ist mir vertraut, die Schuld bei mir zu suchen.

Im nächsten Stadtteil wartete eine weitere Bank auf mich mit einem weiteren Geldautomaten und obwohl es mir nicht wirklich gelungen war das negative Gefühl, und den damit verbundenen Adrenalinrausch, abzustellen, habe ich einen weiteren Versuch gestartet Geld abzuheben. Und siehe da: Es ging! Der Fehler lag nicht bei mir, sondern bei der Sparkasse!

Und mir fiel mal wieder auf, dass ich mir offensichtlich eine ganze Menge negative Gefühle mache, einfach nur indem ich eine Einstellung pflege, die meiner Gefühlslage offensichtlich nicht gut tut. Die Einstellung dass ICH fehlerhaft und schlecht bin, anstatt die Schuld einfach erst mal bei anderen zu suchen, statt bei mir. Schuldgefühle sind nämlich nicht sonderlich förderlich!

Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist durch Gedankenkraft Geld abheben zu können, weil ich auf dem Weg zum zweiten Geldautomaten versucht habe meine Einstellung zu ändern, oder ob ich einfach grundsätzlich über empirisch bedingter Paranoia leide, aber das schlechte Gefühl ging danach mindestens noch eine halbe Stunde.

Ich hab dann überlegt, ob ich es einfach meinem Joggingfreund erzählen sollte, um mich davon zu befreien, denn der hat alles andere als Geldprobleme, also kann ich mich ruhig durch das Erzählen von meinen Problemen befreien, ohne ihm damit Probleme zu verursachen und das habe ich dann auch getan.

In gute Gefühle in Bezug auf Geld komme ich erst dann wieder, wenn ich über meine Zukunft mit Bafög fantasiere. Ich habe mich vor ein paar Tagen schlau gemacht darüber, wie viel ich als Selbstständige verdienen darf und bin dahinter gekommen, dass es dabei ja nicht um meinen Umsatz, sondern um meine Einnahmen geht. Das heißt, ich kann meine Ausgaben mit meinem Umsatz verrechnen und jegliches Geld, was ich zu viel verdienen sollte einfach investieren in diverse Rohkostartikel und habe dadurch die Möglichkeit auch das Sortiment aufzustocken! Dieser Gedanke fühlt sich gut an!!!

Und daher nutze ich jede freie Gelegenheit meine Zukunft dergestalt zu visualisieren.

Seit ich auf der Arbeit versuche weniger zu telefonieren, was ja gewünscht war, ist man auch zufriedener mit mir. „Zufällig“ habe ich gestern trotz weniger Gesprächen und weniger Abmühen, also mehr Gelassenheit, einen größeren Umsatz gemacht. Nur weil ich die Zeit zwischen den Gesprächen nutze um durch die Weltgeschichte zu fantasieren. Faszinierend aber logisch. Ich übe mich in Gelassenheit….Nicht mehr gut sein wollen, nicht mehr Leistung bringen, sondern einfach nur das tun, was die Vorgesetzten von einem wünschen. Wenn mir das mehr Zeit zum Träumen und Denken lässt, ist das auch in Ordnung…

Und denkst du dir, es geht nicht mehr...




Tag 159: ….kommt irgendwo ein Lichtlein her, vorausgesetzt, du hast vergessen, dass du eines brauchst!”

Ich habe schon wieder vergessen hier über einen Wunsch zu berichten, den ich vorgestern geäußert habe, eigentlich ziemlich habherzig und nach der Bärbel Mohr Methode, die ich eigentlich nicht für besonders wirkungsvoll halte.

Ich habe, rein rechnerisch, diesen Monat zu wenig Geld, weil mir bereits letzten Monat 338 € weggepfändet wurden, die ich schon mal nicht hatte, was mich in eine Bredouille bringt, die mir nicht in den Kram passt. Rein rechnerisch kann ich nicht alle Verbindlichkeiten dieses Monats begleichen. Also habe ich vorgestern einfach mal laut folgenden Wunsch ausgesprochen:

„ Liebes Universum, ich wünsche mir 400 € unerwartetes Einkommen und zwar bis zum Ende des Monats“

Ich war gestern auf dem Weg zur Arbeit und 5 Minuten bevor ich dort ankam und das Handy ausgeschaltet hätte, ereilte mich ein Anruf. Filmpool hatte einen Überfall auf mich vor: Denen war eine Darstellerin für „Niedrig und Kuhnt“ abgesprungen, ob ich sofort vorbei kommen und einspringen könnte. Ich wollte, aber konnte ich?

Ich hab also gesagt, dass ich auf dem Weg zur Arbeit sei und zunächst mal den Chef fragen müsse, ob das möglich sei und dass ich dann zurückrufen würde. Mir wurde zwar vorgeschlagen, dass ich einfach anrufen solle um zu sagen, dass ich krank sei, aber so was mache ich nicht. Leider musste ich auch direkt den Chef fragen, ob das möglich sei, da meine direkte Vorgesetzte gestern auch frei hatte.

Der Chef war im Telefongespräch und es hat einige Zeit gedauert bis ich ihn sprechen konnte. Er hat mich gefragt: „Das ist wichtig für sie, oder?“ was ich ihm bestätigt habe. Und dann hat er mir frei gegeben. Filmpool hat daraufhin ein Taxi für mich bestellt, was mich zum Drehort gebracht hat.

Und während ich auf das Taxi gewartet habe, hing ich meinen Gedanken nach und mir ist ein typisches Muster aufgefallen. Statt dass ich mich einfach freue und dankbar bin, dass meine Geldsorgen gemildert werden, was empirisch unmöglich ist, weil Filmpool eigentlich immer 3 Monate Pause machen muss, bevor sie einen Darsteller wieder einsetzen und sie mich allein dieses Jahr schon seit Februar jeden Monat angerufen habe, mache ich mir Gedanken darüber was mein Chef jetzt vielleicht alles Schlechter über mich denken könnte, weil ich andere Prioritäten als Arbeit habe und darüber dass ich bei Filmpool zugesagt habe für die Gage der ausgefallenen Darstellerin zu spielen und nicht etwas zu meiner üblichen Gage, die höher ist und ich mich da vielleicht unter Wert verkauft habe…und negative Gefühle krochen in mir hoch, von denen ich ja weiß, dass sie nicht förderlich sind.

Also habe ich mich gefragt, wie ich überhaupt auf die Idee komme so negative Projektionen über meinen Chef und Filmpool zu haben. Kann ich ganz sicher wissen, dass das so ist? Nein. Kann man ja übrigens nie, weil Empirie nicht funktionieret. Also habe ich mir einfach mal das Gegenteil gedacht, dass mein Chef wahrscheinlich froh ist, dass ich ihn direkt gefragt habe und nicht einfach krank gemacht habe und das Filmpool ebenfalls zu schätzen weiß, dass ich so kurzfristig für sie Zeit habe und sie deshalb meine Gage für’s nächste Mal erhöhen oder mich eben noch öfter anrufen. Und siehe da, die negativen Gefühle waren weg.

Jetzt hat das aber alles nicht nur mit dem Wunsch von vorgestern zu tun, sondern auch wahrscheinlich vor allem damit, dass ich die letzten 2 Tage auch explizit auf meine Gedanken und Gefühle geachtet habe, was mir nur möglich war, weil langsam wieder Ruhe in mein Leben einkehrt. Es ist nicht leicht sich in guten Gefühlen zu üben, wenn man von Obdachlosigkeit bedroht ist, oder sich das einbildet, und auch nicht, wenn man lernt wie bekloppt, weil gewisse Noten in Klausuren vierfach zählen.

Unter Stress auf seine Gedanken und Gefühle zu achten ist offensichtlich ganz schön schwer und ich hab alles vergessen, was ich schon mal wusste und worüber ich hier auch geschrieben habe. Schlechte Stimmung kommt von schlechten Gedanken und die kann man verändern indem man seine Einstellung zu etwas verändert, denn die Einstellung macht man selbst und daher ist man selber verantwortlich für seine Stimmung und mit guter Stimmung passieren dann auch gute Dinge, genauso wie mit schlechter Stimmung noch mehr schlechte Dinge passieren.

Und sich zu fragen ob ein Gedanke, der schlechte Stimmung macht, wirklich wahr ist, hat nichts damit zu tun ihn zu verdrängen oder zu unterdrücken! Meistens kommt aber die Antwort, dass er nicht wirklich wahr ist, dass das Gegenteil genau so wahr ist, und dass man, selbst wenn er wahr sein sollte, man nicht wirklich sicher wissen kann, dass er wahr ist. Das ist die Byron Katie Methode. Und die hat eben nichts damit zu tun ein „Emotionspflaster“ zu verwenden und ein Symptom zu behandeln. Da geht man an die Ursache.

Meine Angst vor Wohnungsnot hat also zusätzliche Geldnot angezogen, was völlig logisch ist und mich rückblickend auch gar nicht verwundert. Während man drin steckt ist der Ausstieg daraus aber nicht die leichteste Übung. Genauso, wie wenn man von einer tödlichen Krankheit bedroht ist. Meistens geht es aber nicht mit einer tödlichen Krankheit los sondern das Leben, oder der Körper, gibt kleinere Hinweise darauf, dass irgendwas an der eigenen Einstellung nicht förderlich ist. Und dann kann man reflektieren. Oder auch schon dann, wenn einen schlechte Stimmung ereilt, denn die folgt auch immer einem Gedanken.

Dafür braucht es aber Aufmerksamkeit und Stressfreiheit.

Ich mache ab sofort da weiter, wo ich im Mai aufgehört hatte, bevor das mit dem Abi losging und ich von akuter Wohnungsnot bedroht war.

Ich habe gestern noch keine 400 € verdient und ich bin mir sicher, dass wenn ich jetzt anfange darauf zu achten, ob das restliche Geld auch noch kommt, es nicht kommt. Ich habe aber auch immer noch nicht gelernt, wie man Wüsche vergessen kann! Nun, sich in Dankbarkeit üben und sich mit was anderem beschäftigen!...

Dienstag, 5. Juli 2011

Inspirationen und Reflexionen....




Tag 158: Den gestrigen Tag habe ich dazu genutzt explizit auf all meine Gedanken und Gefühle zu achten, mich zudem zu fragen wo sie her kommen, was sie mit mir zu tun haben, natürlich habe sie alle fast gar nichts mit mir zu tun, und somit habe ich sie umgepolt – was schlussendlich aber fast genau das Selbe ist, wie eine Affirmation mit Gefühlen vorzunehmen...wie ich finde!

Zum Beispiel habe ich keine Lust zu Arbeit zu gehen, weil ich einfach mal annehme, dass es genau so doof und langweilig dort sein wird, wie am Tag zuvor. Aber kann ich das ganz sicher wissen? Kann ich nicht. Meine Zufriedenheit auf der Arbeit hängt aber auch damit zusammen, wie erfolgreich ich bin UND damit wie die Leute am anderen Ende der Leitung drauf sind. Somit habe ich dann zudem angefangen nichts persönlich zu nehmen und auch nicht zu viele Gespräche zu führen, was mir ja verboten wurde und die Zeit zwischen den Gesprächen habe ich dann wieder für Gedanken über mich selbst genutzt. Was soll ich sonst machen?

Das Ganze ist gerade so eine Form von Arbeit an guter Stimmung ohne die Vernachlässigung von unbewusstem Schnickschnack, der mir evtl meine Manifestationen versauen könnte.Den gute Stimmung ist eine Frage der Einstellung! Wenn ich den Stress einer Kindergärtnerin persönlich nehme ist meine Stimmung hinüber, wenn ich es nicht tue nicht. Was ist mit lieber? - Das ist keine schwere Entscheidung...

Denn dass auch gute Stimmung funktioniert habe ich allein schon daran sehen können, dass ich trotz monatlicher Einkünfte von nur 400 € die ersten 4 Monate des Jahres überlebt habe. Das ist empirisch unmöglich!!! Ja, ich habe auch Schulden gemacht, aber ich bin nicht gestorben! Nicht verhungert! Und es kamen mehr Rollen zu mir als jemals zuvor! Das will ich wieder :-) Wenigstens brauche ich jetzt keine Wohnung mehr zu visualisieren, sondern kann mich auf Geld, Rollen und meinen Joggingfreund konzentrieren...

Daher sollte ich doch wieder mehr von dem positiven Stimmungs Kram, dem Abraham-Kram und dem Tapping-Kram machen, denn völlig ohne Wirkung war es auch nicht. Wobei Tapping nun doch wiederum auch mehr damit zu tun hat negative Emotionen frei zu lassen.

Und momentan ist wieder Geld mein Anliegen!

Eine MindMovie habe ich auch noch dazu. Also: Ressourcen sind genug vorhanden, meine Inspiration kommt auch wieder, jetzt muss ich mich nur noch dran setzen…

Montag, 4. Juli 2011

Unbewusster Schnickschnack....




Tag 157: Obwohl ich bisher immer noch keine praktische Ahnung habe, wie ich exakt das in meine Leben holen kann, was ich gerne möchte, weil ich mir selbst meinen Denk- und Fühlprozess noch nicht erschlossen habe und häufig einfach gar nicht realisiere ob etwas ein schlechtes, gutes oder einfach nur ein vertrautes Gefühl ist (das erkenne ich erst wenn sich negative Konsequenzen manifestieren) ist es mir theoretisch dennoch ziemlich klar. Dieser unbewusste Kram nervt mich aber und weil ich eh keinen Schimmer habe, wie ich ihn beseitigen kann, kann ich vorerst gar nichts tun, außer mich auf andere Dinge auszurichten.

Ein Beispiel: Ich bin nicht in der Lage Liebesbeziehungen aufzubauen, weil meine erste Bezugsperson, meine Mutter, mich für jemand anderen, meine Schwester, verlassen hat. Somit schütze ich mich vor neuerlichem Verlassenwerden indem ich einfach keine Beziehung eingehe und auch keine Offenheit für Beziehungen ausstrahlen, daher nieman(n)d Interesse an mir zeigt.

Das ist psychoanalytischer Schnickschnack, regelrecht frauenzeitschriftstauglich, aber wie ich das beseitigen kann, weiß ich nicht. Und da hilft es auch gar nicht, wenn mir das bewusst ist. Da hilft es höchstens sich zu sagen, dass Empirismus eh nichts taugt und man von einer negativen Erfahrung in der Vergangenheit, nicht auf die Zukunft schließen kann.

Hingegen ist auch das nur wieder bewusster Kram, der nicht auf der emotionalen Ebene wirkt. Daher kann ich nur sagen, dass ich offensichtlich unbewusst umprogrammiert werden muss. Und dazu fällt mir nichts anderes ein als Tapping, Affirmationen und die REM-Phasen-Imitation.

Nun, aber darüber wollte ich eigentlich auch gar nicht schreiben…

Ich visualisiere ja gerade nicht und ich Affirmiere auch nicht. Was ich aber mache und was auch gestern wieder sehr gut getan hat war dieses 15 Minütige „In mich gehen“ mit geschlossenen Augen, was mal als Visualisierung angefangen hat. In Gedanken den Tag durchgehen. Was ich machen werde, wie die Arbeit verlaufen wird, mich entspannen, mir dann aber doch einfach mal kurz sagen, dass alles gut ist. Diese 15 Minuten bereiten mich optimal auf den Tag vor und sind wahrscheinlich eher so was wie eine Meditation. Und wenn gewünscht, kann ich auch eine Visualisierung und eine Affirmation einfügen. Wie gesagt, kenne ich bisher keinen anderen Weg mein Unterbewusstsein umzuprogrammieren. Womöglich sollte ich mich doch mal näher mit Psychoanalyse auseinander setzten. Oder dann doch wiederum mit Byron Katie….So richtig inspiriert fühle ich mich aber nicht….

Sonntag, 3. Juli 2011

Fleiß?...




Tag 156: Was mich an Alkohol und an Linseneintopf wirklich stört ist, dass er mir grundlegend die Stimmung versaut, was wiederum auch genau der Grund ist, warum Betrunkene nicht immer in der Vortex sind. Man ist währenddessen, also während man trinkt, bester Stimmung und die Welt ist rosarot, aber die Nachwirkungen gehen meines Erachten noch ein wenig weiter als nur bis zum nächsten Tag. Dabei waren die körperlichen Beeinträchtigungen noch nicht mal so gravierend, die geistigen trafen mich viel härter, denn ich stellte einfach fest, dass besonders Samstag meine Stimmung voll im Arsch war und gestern auch noch nicht ganz dort, wo sie normalerweise ist. Die Inspiration kam aber wenigstens nach und nach wieder. Langsam aber stetig. Wenn ich mir diese Nachwirkungen merke, habe ich bestimmt auf die Dauer tatsächlich auch gar keine Lust mehr auf Alkohol, jedenfalls nicht in dem Maße wie im Zuge des bestandenen Abiturs!

Jetzt weiß ich nicht genau, wie ich meine Stimmung wieder hoch kriege. Ich scheine es irgendwie vergessen zu habe. Das ich heute auch wieder zur Arbeit muss, trägt auch nicht gerade dazu bei, dass ich mich besser fühle, denn dort ist es gerade auch nicht allzu angenehm, denn obwohl ich gute Ergebnisse habe, bekam ich letzte Woche Kritik, weil ich zum einen zu viele Telefonate führe, und zum anderen, weil mein Gespräch nicht gefällt. Sprich weniger Quantität dafür mehr Qualität, was aber nicht so leicht ist, denn das Gespräch führt man ja zu zweit.

Ich bilde mir ein, dass ein Unternehmen in erster Linie Umsatz machen will, aber vielleicht täusche ich mich da...

Um den Job zu behalten habe ich mir also überlegt, dass ich nicht einfach gut sein will, sondern mein Hauptaugenmerk darauf richten sollte, dass zu tun was mein Vorgesetzter von mir möchte. Punkt. Ich sollte nicht versuchen mich in das Unternehmen rein zu denken und ihm entsprechend handeln, das ging für mich in der Vergangenheit immer in die Hose. Ich sollte das machen, was mein Ex-Mitbewohner gemacht hat: Sich möglichst gut rumdrückend durchwurschteln!

Meinem Ego gefällt das nicht, mein Ego will ja gut sein! Wenn jedoch eine Kollegin am Vortag einen Anpfiff bekommen hat, weil sie zu wenig Telefonate hat, ich am Tag drauf, weil ich zu viele habe, bleibt mir einzig die Option genauso viele Anrufe zu machen wie vorgegeben. Ich dachte ich könnte beeindrucken, wenn ich fleißig bin….Falsch gedacht!

Das Geldmangelspiel....




Tag 155: Petra hat auf Ihrem Blog eine Wohlstandsinpiration gepostet, die mich zum Nachdenken und Nachfühlen gebracht hat.

Was soweit klar ist ist, dass man das, was man fühlt, auch anzieht, nicht notwendigerweise das was man denkt, weshalb Affirmationen häufig ja nicht funktionieren. Grundhaltungen in unseren Eistellungen zu etwas sind aber häufig schwer zu fühlen, weil wir uns an sie gewöhnt haben. Meine Gefühle des Mangels und des nicht versorgt seins sind regelrecht Teil meiner Persönlichkeit und ich finde es schwer einen Ansatzpunkt zu finden, an ihnen zu arbeiten, weil sie mir regelrecht in Fleisch und Blut übergegangen sind. Meine Gedanken und Gefühle in Bezug auf Geld, fallen mir nicht mehr besonders auf.

Ich weiß natürlich, dass ich mindestens 30 Mal am Tag denke: „Ich habe kein Geld“ weil es mir so oft begegnet, dass mir Geld fehlt, auch wenn ich dran arbeite. Um einem Geldmangel am Ende des Monats vorzubeugen habe ich mir häufig einen Plan gemacht, nicht mehr als 10 € am Tag für Essen auszugeben was funktioniert hat, aber wenn man dann ein Mal zum Essen verabredet ist und das nicht mit einem Mann, der einen eh immer einläd, ist es nicht allzu leicht nur 10 € am Tag für Essen auszugeben. Außerdem fällt einem auch dann immer der Mangel am Ende der 10 € auf.

Jetzt gerade spiele ich ein Spiel: Zu sehen mit wie wenig Geld man möglichst gesund leben kann!

Normalerweise fühle ich mich schlecht, wenn ich nicht noch mehr Geld ausgeben kann. Jetzt fühle ich mich toll, wenn ich möglichst wenig ausgeben kann!

Das verändert meine Herangehensweise und meine Gefühle, auch wenn ich jetzt noch nicht weiß, ob das dauerhaft so bleibt. Das Belohnungssystem funktioniert umgekehrt. Ich bin gut wenn ich so wenig wie möglich ausgeben und nicht wenn ich so viel wie möglich konsumiere. Macht das Sinn?

Ich bin ziemlich wettbewerbsorientiert und will immer und überall die Beste sein, daher will ich natürlich auch dieses Spiel gewinnen und somit fühlt es sich für mich erstmals toll an wenig Geld auszugeben ohne Mangel zu empfinden. Mal sehen, wie das weiterhin so funktioniert oder ob mich das Spiel irgendwann anfangen wird zu langweilen….