Sonntag, 6. März 2011

Der Weg des Künstlers?




Tag 35: Immer noch Geldstau. Ich bin noch reicher geworden, als ich schon war, weil ich Gehalt in der Videothek bekommen habe, jetzt richtig viel Geld in meinem Portemonnaie ist und das Konto auch noch voll ist. Zum einen fühle ich mich jetzt reich, zum anderen freue ich mich darauf Dienstag zur Bank fahren zu können, die Pfändung aufzulösen und dann mal zu schauen, was dann noch da ist, denn es sind ja auch noch andere Rechnungen zu begleichen, aber meine Vorfreude auf’s Rechnungen begleichen ist ziemlich groß ;-))))

Auch wieder Gesetz der Anziehung: „Worauf am meisten man erpicht….“

Also will ich Geld offensichtlich nur, um meine Nerven zu beruhigen. Wenn ich meine Nerven aber gar nicht erst beunruhige, brauche ich sie auch nicht beruhigen, oder?

Byron Katie sagt: „Nicht der Gedanke ist das Problem, ihn zu glauben, ist das Problem“

Ich erwische mich gelegentlich bei negativen Gedanken, die ich dann ganz schnell negiere, indem ich mir sage, dass der Gedanke Blödsinn ist, oder dass ich das gar nicht so genau wissen kann - und es funktioniert eigentlich immer. Gut ist es, wenn man direkt was zur Hand hat, ein gutes, rationales Argument mit dem man die Falschheit des Gedankens belegen kann. Daher war es auch so gut von mir, eine Liste zu schreiben, mit all der Argumente, die dafür sprechen. Für was auch immer.

Wenn man Gedanken auf Papier bannt, oder auch auf virtuelles Papier, hat das einige Vorteil. Man fixiert sie damit, man beschäftigt mich intensiver mit ihnen, weil sie auf Papier keine Bilder mehr beinhalten, sondern man die Bilder des geistigen Auges ausschließlich mit Worten darbieten muss, Gedanken auf Papier bannen, kann sie kleiner und weniger wichtig machen, man kann sich damit aber auch davon befreien und so seine Ängste in Bezug auf manche Gedanken los werden. Daher empfiehlt Julia Cameron in Der Weg des Künstlers: Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität das schreiben von Morgenseiten. Dieses Buch kann ich uneingeschränkt jedem ans Herz legen. Ohne es, hätte ich die Schauspielschule nicht geschafft, aber auch jetzt rückblickend, vorm Gesetz der Anziehung macht es Sinn.

Julia Cameron empfiehlt zum Beispiel, wenn man einen künstlerischen Rückschlag erlebt hat, also irgendwas Negatives passiert ist, wie ein Verriss, oder das man die Rolle nicht bekommen hat, oder der Regisseur einen in Grund und Boden kritisiert, dass man sich alte, positive Kritiken vor Augen führen soll, und somit die eigene Stimmung wieder hoch geht. Und die Stimmung muss, muss, muss hoch, sonst geht gar nichts.

Wie komme ich jetzt darauf….Keine Ahnung, es war nicht beabsichtigt über Kunst zu schreiben, aber wie ich schon sagte sind die Regeln der Schauspielerei die selben wie die des Lebens, was mir ja bei „Kallwass“ aufgefallen ist und eigentlich ist die Kunst halt auch genauso wie das Leben. Es heißt nicht umsonst "Bretter die die Welt bedeutetn" (der Satz ist übrigens von Schiller und gemeint hat er damit, dass das Theater das Leben er-/be-/andeutet). Alles was Julia Cameron über das Erreichen eines kreativen Selbstausdrucks schreibt, kann man auch auf alles andere, was man im Leben erreichen will mit Hilfe ihrer Anregungen erreichen. Ich sollte es nochmal lesen. Ein zehntes Mal….Es war vor 12 Jahren oder so, meine Bibel. Ich kann es fast auswendig. Und doch…..tztztzt…man lernt nie aus.

Wenn ich alles, was ich so gelesen habe in den letzten 10-15 Jahren, ergibt sich so nach und nach ein Zusammenhang. So langsam, glaube ich, weiß ich wie das Leben funktioniert, nämlich nach dem Gesetz der Anziehung. In der Kunst und auch in Bezug auf Beziehungskisten, mit denen ich mich auch mehrere Jahre auseinander gesetzt habe. Und überhaupt alle Probleme, die ich jemals hatte und alle Entwicklungen die ich durchgemacht habe.

Und dann frage ich mich: Soll ich mir ernsthaft die Mühe machen, mich mit Bundespolitik auseinander zu setzen, und mich über zu Guttenberg und die Regierung aufregen, wenn ich doch gerade dabei bin das Leben zu checken?

Sich über die Regierung aufregen, bringt ja sowieso nichts. Das Einzige was man machen kann, ist ihr Weisheit und kluge Entscheidungen zu visualisieren, damit sie das Land gut regieren Man sollte jedenfalls nicht die Regierung und das schlechte Wetter benutzen, um seine eigene Sucht nach mieser Stimmung zu bedienen ;-))))

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen